Hauptbremszylinder defekt: Symptome und Kosten bei den Werkstätten in der Nähe
Der Hauptbremszylinder sorgt für den Druck in der hydraulischen Bremsanlage. Unscheinbar im Motorraum verbaut, wandelt der Hauptbremszylinder die mechanische Kraft auf das Bremspedal in den hydraulische Druck um. So wird der benötigte Bremsdruck aufgebaut. Die Bremsleitungen übertragen den Druck an die Radbremszylinder. Treten Probleme bei der Funktion der Bremsanlage auf, sollte auch der Hauptbremszylinder auf einen Defekt hin überprüft werden.
INHALTSVERZEICHNIS:
- Defekt: Symptome
- Reparatur in der Werkstatt & Servicedetails
- Preiskalkulationen nach Modell
- Aussehen & Funktion
- Hauptbremszylinder: Aufbau
- Prüfen auf Defekt
- Ursachen des Defekts
Hauptbremszylinder defekt: Symptome erkennen
Probleme und mögliche Defekte am oder im Hauptbremszylinder zeigen sich relativ schnell und deutlich in einem veränderten Bremsverhalten. So lässt sich beispielsweise das Bremspedal bei defektem Hauptbremszylinder viel weiter durchtreten, als es der Fahrer gewohnt ist. Es wird auch von einem sogenannten Leerweg des Pedals gesprochen.
Es ist möglich, dass der Bremsdruck bei längerem Pedaldruck langsam nachlässt. Das Bremspedal kann dann im Stand tiefer Richtung Bodenblech sinken. Beispielsweise ist das beim Stehen an einer Ampel bemerkbar. Derartige Hinweise lassen in der Regel auf einen nachlassenden oder fehlenden Bremsdruck schließen. Wenn im Bremskreislauf keine anderen Probleme vorliegen, liegt das Problem wahrscheinlich am Hauptbremszylinder.
Andere Probleme können undichte Anschlüsse oder defekte Manschetten der Radbremszylinder sein. Auch zu wenig Bremsflüssigkeit im Ausgleichsbehälter kann eine Rolle spielen.
Hauptbremszylinder defekt: Was tun?
Sobald Sie ein Problem mit der Bremsanlage feststellen, sprechen Sie am besten baldmöglichst mit einer Fachwerkstatt. Unabhängig von der Ursache für den Defekt am Hauptbremszylinder kann nur eine Fahrt in die Werkstatt für Gewissheit sorgen. Die Werkstätten kennen sich mit Bremsanlagen aus und sind in der Lage, einen Fehler zu diagnostizieren und den defekten Hauptbremszylinder zu wechseln.
Hauptbremszylinder Reparatur bei Werkstätten in der Nähe
Ist der Hauptbremszylinder defekt, hilft nur reparieren. Auf unserem FairGarage Werkstattportal entdecken Sie freie Werkstätten sowie Vertragswerkstätten in der Nähe, die sich auf die Reparatur und den Austausch des Hauptbremszylinders spezialisiert haben. Vergleichen Sie unverbindlich fgahrzeugspezifische Preise und Serviceleistungen und reservieren Sie Ihren Reparaturtermin bequem online. Vertrauen Sie auf Qualität: Jede Werkstatt auf FairGarage nutzt Originalteile und arbeitet strikt nach den Herstellervorgaben, um die Sicherheit und Leistung Ihres Fahrzeugs zu gewährleisten.
Servicedetails zur Reparatur und dem Wechsel
Bei gängigen Fahrzeugen wird der Hauptbremszylinders gegen ein Neuteil ausgetauscht. Nach dem Wechseln des Hauptbremszylinders wird die Bremse wieder professionell montiert, mit frischer Bremsflüssigkeit der richtigen Spezifikation befüllt und das komplette Bremssystem anschließend entlüftet.
Das Entlüften des Hauptbremszylinders sollte in einer Fachwerkstatt durchgeführt werden. Wird die Bremse unsachgemäß entlüftet, kann ein unzureichender Bremsdruck erzeugt werden und damit zu gefährlichen Fahrsituationen führen. Zudem gewährleistet die Fachwerkstatt eine gründliche Überprüfung aller Bremskomponenten, um die Sicherheit des Fahrzeugs zu garantieren. Danach bremsen Sie wieder sorglos und sicher.
Bei Oldtimern kann der Hauptbremszylinder auch repariert werden. Dazu wird der Teil zerlegt, gereinigt und alle Dichtungen und Gummimanschetten werden ausgetauscht. Montagearbeiten am Hauptbremszylinder sind meist kostspieliger als ein Neuteil.
Was kostet es, einen Hauptbremszylinder in der Werkstatt wechseln zu lassen?
Die Materialkosten für einen Hauptbremszylinder in Originalqualität können allgemein ab ca. 170 Euro aufwärts liegen, was sich auf viele gängige Fahrzeuge bezieht. Der Wechsel eines Hauptbremszylinders kann in der Regel 1-2 Stunden in Anspruch nehmen. Die Arbeitsstunden können je nach Region und Werkstattart zwischen 50 und 100 Euro pro Stunde liegen. Dazu kommen noch die Kosten für den Bremsflüssigkeitswechsel (ca. 50-100 EUR) und Entlüften der Bremsanlage. Die fahrzeugspezifischen Kosten können Sie in wenigen Schritten bequem bei FairGarage kalkulieren, bei den Werkstätten in Ihrer Nähe vergleichen und den Wunschtermin gleich online reservieren.
Hauptbremszylinder wechseln: Aktuelle Preisbeispiele
| FAHRZEUG | DURCHSCHNITTLICHE KOSTEN |
|---|---|
| VW Golf VI (5K1) | ab 638 EUR |
| Audi TT Coupe/Roadster (8J3/8J9) | ab 612 EUR |
| Ford Focus C-MAX (CAP) | ab 450 EUR |
| Opel Astra H Lim. | ab 584 EUR |
| Mitsubishi Space Star (DG0) | ab 524 EUR |
| Renault Scenic III | ab 726 EUR |
| Skoda Fabia (6Y2/6Y3) | ab 685 EUR |
| Mazda 2 Lim. (DE) | ab 705 EUR |
| Peugeot 307 CC Cabrio-Coupe (S1) | ab 529 EUR |
| Honda Civic Lim. 3-trg. (EP) | ab 806 EUR |
| Mercedes-Benz C-Klasse Lim. (BM 203) | ab 558 EUR |
| MINI Countryman (R60) | ab 600 EUR |
| Toyota Avensis (T25) | ab 985 EUR |
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Datenquelle: Preiskalkulationen über FairGarage. Basierend Preiskalkulation, ermittelt über FairGarage-Servicesuche für das Jahr 2024. Alle oben genannten Preisbeispiele sind Richtwerte (Pauschalpreise) inklusive der Mehrwertsteuer. |
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Zuletzt aktualisiert: 10.02.2025 |
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Häufigste Fragen zum defekten Hauptbremszylinder
Welche Funktion hat Hauptbremszylinder im Auto?
Ein Hauptbremszylinder ist eine kleine und eher unscheinbare Röhre von wenigen Zentimetern Länge. Im Inneren dieser Röhre arbeitet ein Kolben. Der Bremskolben wird durch die Primär- und die Sekundärmanschette gegen den Bremszylinder abgedichtet.
Drückt man das Bremspedal, bewegt sich der Kolben im Zylinder nach vorn. Dadurch schiebt er die Bremsflüssigkeit nach vorn und erzeugt den Bremsdruck. Dieser Druck gelangt über die Bremsleitungen in den Bremskreislauf und zu den Radbremszylindern. Vereinfacht betrachtet funktioniert der Hauptbremszylinder ähnlich wie eine herkömmliche Luftpumpe beim Fahrrad. Nur wird eben mit Hydraulik- bzw. Bremsflüssigkeit statt mit Luft gepumpt. Durch die Vorwärtsbewegung des Kolbens wird eine Feder zusammengedrückt, die den Kolben wieder in seine Ausgangsposition bewegt, wenn das Bremspedal losgelassen wird.
Wie ist der Hauptbremszylinder im Auto aufgebaut?
Bei fast allen modernen Fahrzeugen ist der Hauptbremszylinder in zwei gleich große Bereiche geteilt. Diese liegen hintereinander. Der wird auch als Tandem-Hauptbremszylinder genannt. Jeder Bereich hat einen Kolben. Dadurch können zwei unabhängige Bremskreise mit hydraulischem Druck versorgt werden. Sollte einer der Bremskreise ausfallen, lässt sich so die Bremsfunktion des Autos weiter aufrechterhalten.
- Der erste Bremskreis wird vom vorderen Kolben mit Druck beaufschlagt. Leckt er, muss der Fahrer das Bremspedal drücken, bis der vordere Kolben vorne anschlägt. Dann kann der hintere zweite Bremskreis den Druck aufbauen.
- Leckt der zweite Bremskreis drückt das Bremspedal den hinteren Kolben auf den vorderen Kolben und dieser erzeugt Bremsdruck im ersten Bremskreis.
Beide Male muss das Bremspedal viel weiter als im Normalfall durchgedrückt werden, so erkennt der Fahrer sehr schnell den Fehler.
Gut zu wissen: Auf dem Hauptbremszylinder sitzt der Ausgleichsbehälter. Zwischen Bremspedal und Hauptbremszylinder arbeitet der Bremskraftverstärker.
Hauptbremszylinder prüfen: Wie geht es?
Das Prüfen des Hauptbremszylinders ist Expertensache, schließlich soll das richtige Teil repariert werden. In einer Fachwerkstatt weiß man genau, an welchen Stellen sich beispielsweise austretende Bremsflüssigkeit zeigt, woran sich gerissene Manschetten erkennen lassen oder wie sich ein verstopfter Anschluss an der Leckbohrung zeigt.
Um den Hauptbremszylinder auf Defekte zu prüfen, werden folgende Schritte unternommen werden:
- Visuelle Prüfung: Hauptbremszylinder wird auf Leckagen von Bremsflüssigkeit oder Anomalien untersucht. Diese Sichtprüfung können auch die Autofahrer selbst machen.
- Pedaldruck-Test: Es wird überprüft, ob das Bremspedal gleichmäßig Bremsdruck erzeugt oder ein schwammiges Gefühl hat. Den Test können auch die Autofahrer selber machen.
- Bremsflüssigkeitsstand: Es wird sichergestellt, dass der Stand der Bremsflüssigkeit im empfohlenen Bereich liegt. Ein niedriger Stand könnte auf ein Leck hindeuten. Den Bremsflüssigkeitsstand können auch die Autofahrer selbst prüfen.
- Dichtheitsprüfung: Lassen Sie den Hauptbremszylinder von einem Fachmann testen, um sicherzustellen, dass er dicht ist und korrekt funktioniert.
Warum geht der Hauptbremszylinder kaputt?
Neben den oben genannten Defekten im Sinne von normalem Verschleiß können Störungen am Hauptbremszylinder aber auch „hausgemacht“ sein, beispielsweise im Falle von unsachgemäßen Reparaturen. Wird beispielsweise die Bremsanlage nicht korrekt entlüftet, kann das lebensgefährlich sein.
Bei jeder Reparatur am Bremssystem ist Sicherheit oberstes Gebot. Auch versäumte Wartungsintervalle, minderwertige Ersatzteile oder die falsche Bremsflüssigkeit können zu einem beschädigten Hauptbremszylinder führen. Wer also bei der Eigenreparatur oder der Wartung nachlässig ist, kann sehr schnell „ins Leere“ treten.