Bremsleitung reparieren: Servicedetails & Wechsel in der Werkstatt

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Bremsleitung reparieren: Ursachen und Kosten für den Wechsel

Bremsleitungen verlaufen am Unterboden und im Spritzbereich der Räder. Deshalb werden Staub, Schmutz, Nässe und Streusalz ausgesetzt. Korrosion bleibt daher nicht aus. Die Experten aus unseren Partnerwerkstätten empfehlen, die Bremsleitungen mindestens einmal in jedem Frühjahr eingehend zu kontrollieren. Bei einem deutlichen Verlust der Bremsflüssigkeit mit einer Pfütze unter dem Auto und einem Tiefstand im Ausgleichsbehälter ist meistens eine Leitung komplett durchkorrodiert. Diese muss dann sofort repariert werden.

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Finden Sie auf FairGarage eine freie Werkstatt oder Vertragswerkstatt für den Bremsencheck. Nach der fachmännischen Prüfung der Bremsleitungen vor Ort legt die Werkstatt die notwendigen Reparaturmaßnahmen und Kosten fest.

 FOKUS AUF DIE QUALITÄT
Die teilnehmenden Werkstätten erfüllen unsere Qualitätskriterien, sind Meisterbetriebe und Mitglieder der KFZ-Innung. Der Wechsel des Bremsschlauchs erfolgt nach Herstellervorgaben und mit Original- oder Identersatzteilen (nach Definition der Kfz-GVO).

Einbau und Funktion der Bremsleitungen

Nahaufnahme der neuen Bremsleitungen für die Reparatur in der Werkstatt

Zu jedem Rad eines Autos mit hydraulischen Bremsen führt mindestens eine Bremsleitung. Die Leitungen sind im Bereich der Achse, wo sie beweglich sein müssen, aus gewebeverstärktem Gummi. Die Leitungen unter dem Wagenboden und im Motorraum sind aus kunststoffbeschichtetem Stahl. Die Bremsleitungen leiten den Bremsdruck vom Hauptbremszylinder an die Radbremsen weiter. Überwurfmuttern verbinden die Bremsaggregate und Leitungen, die dem hohen Bremsdruck standhalten.

Bremsschläuche und Bremsleitungen nicht verwechseln

Der Bremsschlauch und die Bremsleitung sind beide wichtige Komponenten des Bremssystems eines Autos, haben jedoch unterschiedliche Funktionen und Eigenschaften:

  • Der Bremsschlauch ist ein flexibles Gummiteil, das dazu dient, die starren Bremsleitungen mit den beweglichen Teilen des Fahrwerks zu verbinden. Er ermöglicht die Bewegung der Räder und Achsen, während er gleichzeitig den Druck der Bremsflüssigkeit aufrechterhält.
  • Die Bremsleitung hingegen ist eine starre Metallleitung, die die Bremsflüssigkeit vom Hauptbremszylinder zu den Bremszylindern an den Rädern transportiert. Sie ist für die Übertragung des Bremsdrucks verantwortlich und muss daher robust und widerstandsfähig sein.

Welche Anzeichen deuten darauf hin, dass die Bremsleitung zu reparieren ist?

Die häufigsten Anzeichen für defekte Bremsleitungen können sein:

  • Verminderte Bremsleistung
  • Flüssigkeitsverlust unter dem Fahrzeug
  • Weicher Bremspedalwiderstand
  • Sichtbare Risse an den Bremsleitungen oder Bremsschläuchen
  • Korrosionsnarben oder Beschädigungen an den Bremsleitungen
  • Ungewöhnliche Bremsgeräusche
  • Verzögertes Ansprechen des Bremssystems

Bei einem dieser Anzeichen sollte der Fahrzeughalter die Bremsleitungen umgehend von einem Fachmann überprüfen lassen. Defekte Bremsleitungen beeinträchtigen die Sicherheit des Fahrzeugs.

Welche Folgen hat eine defekte Bremsleitung?

Bild einer neuen Vorderbremse mit Bremsscheibe und Schlauch

Eine defekte Bremsleitung stellt ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar. Das Fahrzeug kann den Bremsdruck nicht mehr an die Radbremsen weiterleiten. Der hydraulischen Drucks fehlt an der Bremse und sie wird nicht betätigt. Die Bremsflüssigkeit läuft über den Riss aus, sodass auch weitere Bremsen ausfallen. Bei Zweikreisbremssystemen kann nun nur mit der halben Bremskraft gebremst werden, weil die Hälfte der Bremsbetätigungen ausfallen.

Bremsleitung reparieren oder wechseln?

Es kommt vor, dass Autofahrer sich die Reparatur der Bremsleitungen selber zutrauen. Allerdings erkennen sie schnell, dass die Erreichbarkeit, die Formgebung der Leitungen (Bremsleitungen werden am Auto passend zurechtgebogen) und die Nacharbeiten den Laien schnell überfordern. Zudem muss die giftige Bremsflüssigkeit umweltgerecht als Sondermüll entsorgt werden. Eine Werkstatt mit dem Reparieren der Bremsleitungen zu beauftragen ist schon deswegen die sinnvollere Option. Nicht fachgerecht ausgeführte Reparaturen können dazu führen, dass der Versicherungsschutz verloren geht, wenn es mal zu einem Unfall kommt. Auch das sollte man bedenken.

Wenn die Bremsleitung sich noch reparieren lässt

Stellt die Werkstatt fest, dass eine Bremsleitung nur leicht angerostet ist, kann das relativ einfach behoben werden. Dann reicht Entrosten und man muss die Leitung nicht tauschen. Mit einem Schmirgelpapier wird die Leitung gesäubert. Dafür sind geschickte Finger erforderlich, mit denen man gleichzeitig den Zustand der Bremsleitung überprüft. Dann werden die Leitungen leicht eingefettet, um sie vor weiterer Korrosion zu schützen.

Wenn der Wechsel die einzige Option ist

Ist die Bremsleitung aber schon stark an oder gar durchgerostet, muss sie ausgetauscht werden. Ein Blick auf die Arbeitsschritte beim Reparieren zeigt schnell, dass nur eine Fachwerkstatt die dafür erforderlichen Voraussetzungen bietet.

Reparatur der Bremsleitung in der Werkstatt

Nahaufnahme einer zu reparierenden Bremse

Die meisten europäischen Fahrzeuge haben eine flache Bördelung. Dabei wird das Ende der Leitung umgeschlagen und flachgedrückt. Viele amerikanische Fahrzeuge haben eine Doppelbördelung. Hier wird das Ende der Bremsleitung doppelt gefaltet und zu einer doppelten Wulst geformt. Vor dem Bördeln muss die Überwurfmutter auf die Leitung gesteckt werden, damit sie später die Bördelung dicht mit dem Anschluss verbindet. Diese Formung sorgt dafür, dass die Bremsleitung sicher und dicht mit anderen Teilen wie Bremszylindern oder Schläuchen verbunden ist. Das ist wichtig, weil in der Bremsanlage hoher Druck herrscht, und nur dichte Verbindungen garantieren eine sichere Funktion der Bremse.

Bremsleitungen im vorderen Bereich des Fahrzeugs sind meist mit Clips oder ähnlichen Halterungen an der Karosserie befestigt. Das erleichtert das Wechseln deutlich. Sofern die Leitungen unter dem Fahrzeug verlaufen, können sie auch bündig in den Fahrzeugboden eingelassen sein, um Beschädigungen beispielsweise durch Steinschlag oder Aufsitzen zu vermeiden.

Die Befestigungsmethoden variieren zwischen den Herstellern zwar leicht, sind sich aber letztlich alle ähnlich. Deswegen lassen sich stark korrodierte oder durchgerostete vordere Bremsleitungen in der Werkstatt auch relativ problemlos und schnell wechseln.

Wie läuft die Reparatur der Bremsleitung in der Werkstatt ab?

Die Werkstatt braucht zum Erneuern der Bremsleitungen eine passende Ausstattung. Dazu zählen die Hebebühne, Biegegeräte, eine Universal-Bördelmaschine, die korrekten Ersatzteile, das Know-how zum Biegen der Leitungen und das Vermeiden von Folgeschäden.

Im ersten Schritt wird dazu die restliche Bremsflüssigkeit aus dem System abgelassen und abgepumpt. Bremsflüssigkeit ist giftig und ätzend, deshalb achtet die Werkstatt darauf, dass sie nicht auf den Lack tropft.

Weiter geht das Wechseln dann mit dem Biegen und Anpassen der neuen Bremsleitungen. Weil es zwischen Opel, BMW und VW beispielsweise unzählige verschiedene Wege und Krümmungen und Längen für die Leitungen gibt, werden die neuen Leitungen oft an Ort und Stelle direkt angepasst. Dabei dient die Form der alten Leitung als Vorlage. Bezüglich der Mindest- und Höchstbiegungen gibt es ganz konkrete Grenzwerte, die aber jeder Experte kennt. Mit Biegewerkzeugen kann eine Werkstatt verhindern, dass eine Bremsleitung zu stark gebogen wird. Eine zu starke Biegung würde den Querschnitt und damit den Durchfluss reduzieren. Ist die Biegung zu eng, knickt die Leitung und der Bremsdruck kommt nicht mehr zum Rad. Befestigt werden die neuen Leitungen mit neuen Überwurfmuttern, die für den jeweiligen Bremsdruck ausgelegt sind. Die erforderlichen Bördel kann eine Werkstatt mit einem Universal-Bördelgerät selbst anfertigen.

Bremsflüssigkeitswechsel nach der Reparatur

Nach dem Wechsel der Bremsleitungen wird in der Werkstatt neue Bremsflüssigkeit eingefüllt. Das übernimmt ein Profi, weil der Handel einige spezielle Varianten an Bremsflüssigkeit anbietet. Die Unterschiede zwischen einem BMW E46, einem Opel Adam und einem Mercedes GLS sind zwar klein, aber wichtig.

Entlüften der Bremsanlage nach der Reparatur der Leitungen

Als letzter Arbeitsschritt wird die Bremsanlage entlüftet. Dadurch wird die verbliebene Luft aus dem Bremskreislauf entfernt. Luft ist elastisch und das Bremspedal hätte keinen Druckpunkt, sondern ließe sich elastisch im Extremfall bis zum Bodenblech durchdrücken.

Kosten für den Wechsel der Bremsleitungen

Die Kosten für die Reparatur einer durchgerosteten Bremsleitung in einer Werkstatt sind überschaubar. Die grobe Preisspanne für den Wechsel der Bremsleitungen liegt zwischen 100 EUR und 300 EUR, abhängig von Fahrzeugmodell, Arbeitsaufwand und Qualität der Ersatzteile.

Aufteilung der Reparaturkosten in der Werkstatt

Die prozentuale Aufteilung der Kosten zwischen den Teilen und der Werkstatt kann variieren. Bei der Reparatur entfällt der größte Teil der Kosten auf die Arbeitszeit, die im Durchschnitt etwa 1-2 Stunden beträgt. Der Hauptanteil der Materialkosten entfällt auf die neue Bremsflüssigkeit, während die Kosten für die Bremsleitung selbst (einschließlich Überwurfmuttern) vergleichsweise gering sind.

Unterschiedlicher Aufwand bei der Reparatur der Bremsleitungen vorne und hinten

Die Bremsleitungen vorne weisen öfter einen Defekt auf als die Leitungen hinten. Dafür sind aber die vorderen Leitungen kürzer und leichter zu erreichen. Somit kann sie der Fachmann schneller reparieren. Der Aufwand für den Wechsel der Bremsleitungen hinten kann etwas höher sein, da der Zugang zu den hinteren Bremsleitungen möglicherweise schwieriger ist und zusätzliche Komponenten entfernt werden müssen, um die Arbeiten durchzuführen. Dies kann sich auf die Arbeitszeit und somit auf die Kosten auswirken.