Schnelle Hilfe bei Startproblemen: Anlasser‑Reparatur in der Umgebung
Wenn Ihr Fahrzeug nicht anspringt, kann ein defekter Anlasser (auch Starter genannt) die Ursache sein, aber das ist nur eine von mehreren Möglichkeiten. Damit die Fehlersuche zielgerichtet und wirtschaftlich erfolgt, ist eine fachgerechte Diagnose in der Werkstatt wichtig: Dort werden systematisch Batterie, elektrische Verbindungen, Magnetschalter, Anlassermotor und das Startsignal geprüft. Außerdem gehören zum Ausschluss der Ursachen Tests an der Lichtmaschine, der Zündung, der Wegfahrsperre sowie der Kraftstoffversorgung. Erst wenn die Fehlerquelle eindeutig ermittelt ist, empfiehlt sich die passende Reparatur - das kann der Austausch oder die Instandsetzung des Anlassers, das Reparieren einer Steckverbindung oder das Beheben eines Batterieproblems sein. Das vermeidet unnötige Kosten und sorgt dafür, dass das Fahrzeug zuverlässig wieder startet.
Die meisten Kfz-Werkstätten tauschen defekte Anlasser/Starter heutzutage gegen Neuteile oder werksüberholte/überholte Tauschteile aus, statt sie vor Ort komplett instandzusetzen. Für viele gängige Starter ist ein industriell überholter oder neu gefertigter Austauschteil insgesamt günstiger als die Arbeitszeit für die Einzelinstandsetzung.
- Anlasser reparieren oder austauschen?
- Ablauf bei der Reparatur
- Reparatur der Schleifkontakte
- Reparatur des Ankerwellenlagers
- Reparatur der oxidierten Anschlüsse
- Reparatur des Magnetschalters
- Wieviel kostet die Reparatur?
- Häufige Fragen
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Auf FairGarage finden Sie geprüfte Autowerkstätten, die die Reparatur des Anlassers mit Neuteil oder Austauschteil anbieten. Sie können sofort Preise vorkalkulieren, lokale Preisvergleiche unverbindlich durchführen und online einen Termin reservieren. Wenn etwas dazwischenkommt, können Sie Ihren Termin ganz einfach absagen – kein Risiko.
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Anlasser reparieren oder austauschen?
Die Reparatur des Anlassers erfordert spezielle Kenntnisse und Werkzeuge. Zwar kann die Reparatur des eigenen Anlassers ohne Fachkenntnisse in manchen Fällen tatsächlich funktionieren, in vielen Fällen aber scheitern, welches trotzdem zu einem Werkstattbesuch führt. Aber in vielen Fällen ist es weitaus kostengünstiger und zeitsparender, den Anlasser einfach auszutauschen, anstatt Zeit und Arbeit in die eigene Reparatur zu investieren.
Viele Werkstätten entscheiden sich heute für den Austausch statt Reparatur aus den folgenden Gründen:
- Die Fehlersuche und die Identifizierung von Problemen können zeitaufwändig sein.
- Die Arbeit an einem Anlasser kann kompliziert sein, und die benötigten Teile können teuer sein. Die Kosten für die Arbeitszeit eines Mechanikers können ebenfalls hoch sein.
- Reparaturen erfordern in der Regel mehr Zeit als der Austausch: Die Dauer der Reparatur liegt bei ein bis vier Stunden. Der Aufwand richtet sich danach, wie gut der Starter im Fahrzeug zugänglich ist.
- In einigen Fällen können Ersatzteile für ältere Anlasser schwer zu finden sein. Ein Austausch-Anlasser kann oft zu einem vernünftigen Preis erworben werden.
- Außerdem sind neue oder überholte Anlasser, die im Austausch gegen den alten Anlasser eingebaut werden, mit einer Garantie versehen.
Ablauf bei der Anlasser-Reparatur in der Werkstatt
Die Reparatur des Anlassers erfordert spezialisiertes Wissen und Werkzeuge. Die bei FairGarage teilnehmenden Werkstätten verwenden die Originalersatzteile oder qualitativ hochwertige Ersatzteile, um die Zuverlässigkeit des Anlassers sicherzustellen.
Schritt 1: Diagnose & Fehlersuche vor der Reparatur des Anlassers
Vor der Reparatur wird der eigentliche Grund für den fehlerhaften Start untersucht. Denn erst der Check vor Ort bringt die Sicherheit, welche bei einer Ferndiagnose nicht unbedingt gewährleistet ist. Dieses Vorgehen erspart einen unnötigen Austausch des Anlassers und Kosten. Es kann sein, dass der Fehler gar nicht immer am Anlasser selbst liegt, sondern an anderen Teilen. Aus dem Grund wird in der Werkstatt zuvor überprüft, wo genau das Problem liegt.
Schritt 2: Anlasser ausbauen und inspizieren
Für die Reparatur des defekten Anlassers wird das Teil aus dem Fahrzeug ausgebaut. Dies erfordert das Lösen von Befestigungsschrauben und das Abklemmen der elektrischen Verbindungen, einschließlich der Stromkabel und der Steuerleitungen.
Zunächst wird der Anlasser auseinander gebaut. Schon beim Einspannen eines permanenterregten Anlassers in einen Schraubstock kann das Gehäuse so verformt werden, dass der Anlasser nur noch für die Mülltonne taugt. Neben dem Abklemmen der Batterie und Kabeln lässt sich der Anlasser in seine Einzelteile zerlegen. Fachkenntnis und die richtigen Werkzeuge verhindern, zusätzlich etwas zu beschädigen.
Der ausgebaute Anlasser wird gründlich überprüft, um festzustellen, welche Komponenten beschädigt oder verschlissen sind. Dies umfasst vor allem die Überprüfung der Schleifkontakte, der Ankerwellenlager, der Elektrik und anderer Teile.
Schritt 3: Anlasser wechseln bzw. reparieren
In der Werkstatt wird das fehlerhafte Bauteil des Anlassers repariert - beziehungsweise wird der Anlasser komplett ausgetauscht. In vielen Fällen ist es kostengünstiger und zeitsparender, den Anlasser komplett auszutauschen, anstatt Zeit und Arbeit in die Fehlersuche und Reparatur zu investieren. Zur Entscheidungsfindung sollten folgende Faktoren beachtet werden: Fahrzeugtyp, Zustand des Anlassers, Präferenzen des Besitzers.
In einigen Fällen, insbesondere bei Oldtimern oder seltenen Fahrzeugen, kann die Reparatur immer noch eine bessere Option sein, weil oft keine Tauschaggregate zur Verfügung stehen.
Beim Austausch wird der defekte Anlasser gegen einen neuen oder überholten Anlasser ausgetauscht. Die elektrischen Verbindungen, einschließlich der Stromkabel und Steuerleitungen, werden am neuen Anlasser wieder angeschlossen. Der ausgetauschte Anlasser wird im Fahrzeug getestet, um sicherzustellen, dass er ordnungsgemäß funktioniert. Dies beinhaltet das Überprüfen der Drehzahl und des Stromverbrauchs.
In den meisten Fällen kann der Wechsel des Anlassers in einer Werkstatt in einigen Stunden abgeschlossen sein, sofern keine weiteren Komplikationen auftreten.
Reparatur der einzelnen Komponenten des Anlassers
Wenn die Diagnose ergibt, dass eine Instandsetzung des Anlassers möglich und wirtschaftlich sinnvoll ist, gibt es verschiedene gezielte Reparaturmaßnahmen, die je nach Befund in Betracht gezogen werden können. Diese reichen von einfachen Arbeiten wie dem Austausch der Schleifkohlen oder der Reinigung oxidierter Anschlüsse über mechanische Eingriffe wie das Abdrehen des Kollektors oder den Austausch der Ankerwellenlager bis hin zum Austausch einzelner elektrischer Komponenten des Anlassers.
Reparatur der verschlissenen Schleifkontakte
Als Schadensquellen beim Anlasser kommen mehrere Ursachen in Betracht, insbesondere verschlissene Schleifkontakte oder Ankerwellenlager. Die abgenutzten Schleifkontakte werden in der Regel in der Werkstatt vollständig ausgetauscht. Dazu ist es allerdings erforderlich, den Anlasser auszubauen und in seine Bestandteile zu zerlegen. Nach Abschluss der Reparatur wird der Anlasser wieder zusammengesetzt und eingebaut.
Ein häufiges Anzeichen für verschlissene Schleifkontakte des Anlassers ist ein wiederholtes, schnelles Klicken, wenn man den Zündschlüssel in die Startposition dreht. Dieses Geräusch kann darauf hinweisen, dass der Strom nicht ordnungsgemäß zum Anlasser gelangt. Weitere häufigen Anzeichen sind schwieriges Starten des Fahrzeuges sowie ein langsames Drehen des Startermotors.
Reparatur des Ankerwellenlagers
Auch bei verschlissenen Ankerwellenlagern sind Aus- und Einbau des Anlassers erforderlich. Bei diesem Defekt reibt sich die Ankerwicklung an der Innenwand des Gehäuses. Das führt in der Regel zu nicht irreparablen Schäden am Anlasser. Hier muss der Anlasser ersetzt werden, was nur ein erfahrener Fachmann beurteilen kann.
Die häufigsten Anzeichen für die verschlissenen Ankerwellenlager sind:
- ein lautes rasselndes oder klapperndes Geräusch, insbesondere beim Starten des Motors;
- Probleme beim Starten des Fahrzeugs oder vollständiger Ausfall des Anlassers
- Der Anlasser bleibt beim Motorstart hängen und zieht sich nicht zurück, was zu einem anhaltenden Geräusch führt.
- In einigen Fällen kann verschlissenes Lagermaterial Rauch oder einen ungewöhnlichen Geruch verursachen, der aus dem Anlasser-Bereich kommt.
Diese Symptome können auch auf andere Probleme mit dem Anlasser oder dem Startsystem hinweisen. Bitte lassen Sie die Werkstatt eine gründliche Diagnose des Startsystems durchzuführen. In beiden Fällen kann eine unsachgemäße Reparatur des Anlassers durch den Laien irreparable Schäden verursachen.
Reparatur der oxidierten Anschlüsse des Anlassers
Eine weitere mögliche Schadensursache am Anlasser sind die oxidierte Anschlüsse. Hier kann ein erfahrener Fachmann beurteilen, ob der eingebaute Anlasser repariert werden kann oder komplett erneuert werden muss. Ist eine Oxidation aufgetreten, müssen Anschlussklemmen und Kabel entfernt und Klemmen und Kabelschuhe mit einem Schleifpapier gereinigt werden. Wenn danach das Problem immer noch auftritt, liegt ein größerer Schaden vor.
Reparatur der elektrischen Verbindungen und Anschlüsse
Neben der offensichtlich sichtbaren Korrosion oder Oxidation an den elektrischen Anschlüssen oder Batterieklemmen, können auch angebrochene oder lose Kabel an den Anschlüssen zu einem Spannungsabfall führen. Der Spannungsabfall an den Batterieklemmen zeigt sich darin, dass die Scheinwerfer beim Anlassen dunkler werden. Zudem hören Sie ein ungewohnt schwaches Geräusch beim Starten oder bemerken eine zu langsame Drehung des Startermotors.
Die weitere Anzeichen auf eine defekte Elektrik des Anlassers sind:
- Der Anlasser reagiert gar nicht, wenn man versucht, den Motor zu starten. Es gibt keine Geräusche, keine Bewegung und keine Anzeichen von Aktivität (Stromausfall).
- Der Anlasser dreht sich langsam bzw. der Motor startetnur widerwillig. Dies kann durch defekte Verbindungen oder Kabel verursacht werden.
- Auch wenn man den Zündschlüssel in die Startposition bringt und ein wiederholtes Klicken hört, aber der Anlasser nicht reagiert, könnte dies auf eine defekte Elektrik hinweisen.
Wenn Sie die oben genannten Anzeichen bemerken, sollten Sie Ihr Fahrzeug in einer qualifizierten Werkstatt überprüfen lassen, um die elektrischen Verbindungen und Anschlüsse zu überprüfen.
Reparatur des Magnetschalters des Anlassers
Falls man den Magnetschalter repariert, wird er vom Anlasser demontiert und auf mögliche Schäden oder Verschleißstellen untersucht. Nach der Reparatur wird er wieder am Anlasser befestigt und alles ordnungsgemäß zusammengebaut. Abschließend wird der reparierte Anlasser wird an einem Prüfstand oder direkt im Fahrzeug getestet, um sicherzustellen, dass er ordnungsgemäß funktioniert. Nach erfolgreichem Test wird der Anlasser wieder in das Fahrzeug eingebaut, alle Verkleidungen und Komponenten werden wieder angebracht.
Wegen dem hohen Arbeitsaufwand wird der defekter Magnetschalter heute in den meisten Fällen nicht repariert, sondern mit dem Anlasser komplett ausgetauscht.
Wieviel kostet es, den Anlasser zu reparieren?
Preise für den Wechsel des Anlassers in der Werkstatt können sich je nach Fahrzeug, Region & Werkstattart variieren. Grob liegen sie in Deutschland etwa zwischen 50 EUR (kleine Arbeiten) und 900 EUR (Neuteil + hoher Einbauaufwand). Die genaue Summe hängt vom Fahrzeug, dem Umfang der Reparatur und den Arbeitskosten ab.
- Fahrzeugtyp / Motor (Kleinwagen vs. SUV vs. Nutzfahrzeug): Zugänglichkeit und Startergröße verändern Aufwand und Preis.
- Einbauaufwand: Bei manchen Modellen muss z. B. Getriebe/Getriebeunterbau teilweise demontiert werden - das treibt die Stundenkosten.
- Art der Reparatur: Kleine Instandsetzungen sind günstiger als komplette Remontage oder Austausch.
- Werkstattpreise: Stundensätze variieren regional und zwischen Vertragswerkstätten und freien Werkstätten.
Die genauen Kosten für den Austausch des Anlassers bei Ihrem Auto erfahren Sie in der Servicesuche von FairGarage nach Auswahl Ihres Fahrzeugs und Ihres Standorts. Dabei können Sie die vorkalkulierten Preise bei den Werkstätten in der Nähe unverbindlich vergleichen und den passenden Termin bequem online vereinbaren.
Häufige Fragen zur Anlasser-Reparatur
Gottfried Weitbrecht
Fachlicher Redakteur dieser Seite
Herr Weitbrecht schreibt seit 1992 Fachartikel. Er ist Autor bei der die motorpresse Stuttgart und seit den letzten Jahren auch für das Werkstattportal FairGarage tätig.